Die Geschichte der Straße
Zeitreise durch das Projekt der Hochalpenstraße
Spuren über das Hochtor: Kelten-, Römer- und Säumerweg
Die Straße über das Hochtor folgt uralten Spuren. Seit fast
zwei Jahrtausenden vor Christus überquerten Menschen
das Hochtor.
Das belegen Funde wie vorkeltische Bronzemesser,
keltischer Goldschmuck,
eine römische Herkules-Statuette, mittelalterliches
Zaumzeug und Ketten von Galeerensträflingen
aus dem 17. Jahrhundert.
Das Hochtor hielt bis zur Hochblüte des Handels im 17. Jhdt.
als Handelsweg den dritten Rang nach dem Brenner und
dem Radstädter Tauern mit knapp zehn Prozent des
Handelsvolumens der Ostalpen.
Geschichte 1924 - 1935
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Die Idee gewinnt
Gestalt. Im Herbst 1924 wurde DI Franz Wallack beauftragt, eine
drei Meter breite Straße, mit Option zur Erweiterung auf fünf
Meter, Ausweichen auf Sichtweite, Höchststeigung 12 Prozent
(Edelweißspitze 14 Prozent) und einer Schotterdecke zum Preis von
damals drei Millionen Schilling - das entspricht heute einem
Geldwert von ca. 6,5 Millionen Euro - zu projektieren (die
Billigvariante). 1928 gab der damalige Landeshauptmann Franz Rehrl
den entscheidenden Anstoß zum Bau der Glocknerstraße.
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Im Herbst 1929
beschloss der Salzburger Landtag unter dem wachsenden Druck der
Weltwirtschaftskrise einstimmig den Bau der Glocknerstraße.
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Am 30. August
1930 um 9.30 Uhr krachte der erste Sprengschuss in Ferleiten. Die
Zeit bis zum Winter wurde hauptsächlich für Aufschlussarbeiten
genutzt.
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Am 19. Februar 1931 wurde die Großglockner Hochalpenstraßen AG gegründet. Der Bau ging zügig voran. Von den 30,2 km beider Rampen war Ende 1931 bereits ein Drittel fertiggestellt, zwei Drittel waren in Bau. |
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13 Monate später, am 22. September 1934, überquerte Rehrl noch auf der Bautrasse in einem adaptierten Steyr 100 (1,2 Liter, 32 PS, 100 km Spitze, ca. 10l auf 100 km) als erster Autofahrer die Hohen Tauern. Vor der Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße wurden die Zubringerstraßen im Mölltal und im Fuscher Tal ausgebaut. |
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Am 3. August 1935 wurde die Großglockner Hochalpenstraße feierlich eröffnet. In den 26 Baumonaten wurden 870.000 Kubikmeter Erde und Fels bewegt, 115.750 Kubikmeter Mauerwerk geschaffen, 67 Brücken gebaut und ein Straßentelefon mit 24 Sprechstellen installiert. 3.200 Arbeiter leisteten 1,8 Millionen Arbeitsschichten. Die Gesamtbaukosten betrugen laut Endabrechnung vom 16. April 1936 umgerechnet auf den Geldwert von heute 53,5 Millionen Euro für den Straßenbau und 3,3 Millionen Euro für die Verbesserung der Zubringerstraßen, der Fernsprechanlagen und diverse Details. |
Geschichte seit 1945
Die Sanierung und der Ausbau der Großglockner Hochalpenstraße
Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 versiegte der bis dahin auf knapp 375.000 Besucher jährlich gestiegene Strom der Touristen (Wallack schätze 1925 eine jährliche Besucherzahl von 120.000)
In den Kriegsjahren 1940 bis 1944 besuchten insgesamt nur 27.000 Personen die Glocknerstraße.
Die Glocknerstraße erlitt durch Panzerfahrzeuge, unsachgemäße Schneeräumung durch die Besatzungsmächte, durch in den Kriegswirren versprengte Flüchtlinge und schwere Unwetter arge Schäden. Somit bestand die erste Aufgabe nach der Befreiung 1945 darin, die Straße zu sanieren, um ihre Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
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Ab
1949 ging es mit dem Besucherstrom auf der Glocknerstraße wieder
deutlich bergauf. Durchschnittlich wuchsen die Frequenzen der
Besucher von 1949 bis 1952 jährlich um 45 Prozent, die
Mauteinnahmen sogar um 58 Prozent. Diese und die absehbare weitere Entwicklung der Straße unterstrichen das Erfordernis, die Glocknerstraße zu modernisieren. Das Ziel war, die Straße von 6 m auf 7,5 m - in den Tallagen auf 8 m - zu verbreitern, den Radius in den Kehren von 10 auf 15 m zu erweitern, die Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h auf 70 km/h zu erhöhen, Parkflächen für 4.000 statt 800 Fahrzeuge zu errichten, und somit die Kapazität der Straße auf 350.000 Fahrzeuge zu erhöhen. 1953 waren 6 Prozent der Ausbauquote erfüllt, 1959 bereits 31 Prozent.
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Die ökologische
Verantwortung - der Nationalpark Hohe Tauern
1971 vereinbarten die Länder Kärnten, Salzburg und Tirol in Heiligenblut die Errichtung des Nationalparks Hohe Tauern. Infolge des veränderten Images und der Positionierung der Großglockner Hochalpenstraßen AG von einer Straßengesellschaft zu einem Dienstleistungsunternehmen legte die Gesellschaft die Rahmenbedingungen für das ökonomische Handeln in der sensiblen Natur des Nationalparks im neuen Unternehmensleitbild fest. Dem Wirtschaften im Naturraum des Nationalparks sind klare Normen und Grenzen gesetzt. |
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Im Juli 1960 nahm die Großglockner Hochalpenstraßen AG das Projekt der Gerlosstraße in Angriff. Nach nur 25 Monaten Bauzeit wurde die Gerlos Alpenstraße am 31. Dezember 1962 für den Verkehr freigegeben. Zur Sicherung des Verkehrs und zur Verlängerung der Saison drängten zusätzliche Aufgaben in den Vordergrund: Lawinen- und Steinschlagschutz, Verlagerung der Mautstellen, Sanierung des Parkhauses und anderer Bauten. Derart große Investitionen verzögerten den Ausbau der Glocknerstraße. Trotz widriger Umstände - Ölschock, Rezession, touristische Flaute, Eröffnung der Straße durch den Felbertauern und der Tauernautobahn - gelang es der Gesellschaft, bis 1980 sämtliche Fremddarlehen zu tilgen. 1991 wurde die Großglockner Hochalpenstraßen AG für die bereits verwirklichten ökologischen Maßnahmen mit dem "Natur- und Umweltschutzpreis des Landes Salzburg" ausgezeichnet. Touristische Ausgestaltung der Glocknerstraße - mehr als eine Straße Das natürliche Umfeld des Nationalparks und das breit gefächerte Angebot an Dienstleistungen hebt die Großglockner Hochalpenstraße deutlich von anderen Straßen ab. Die Glocknerstraße ist heute die Straße in den Nationalpark, ein Ausflugserlebnis mit der Möglichkeit einer einzigartigen ökologischen Entdeckungsreise. Eine Straße wird nie fertig - neue Aufgaben Da Besseres stets das Gute entwertet, kann eine Straße nie fertig werden. Auch die Glocknerstraße nicht. Ihr setzt das jeweils technisch Beste und ökologisch Erforderliche das Maß, um ihren Charakter und ihren Rang als touristische Hochalpenstraße im Nationalpark Hohe Tauern zu bewahren. Die Großglockner Hochalpenstraße heute Heute ist die Großglockner Hochalpenstraßen AG
ein modernes
Tourismusunternehmen mit sechs Einrichtungen:
Großglockner Hochalpenstraße auch 2004 weiter auf PLatz 2der besuchten Sehenswürdigkeiten!Die
Großglockner Hochalpenstraße konnte ihre führende Position hinter
dem Schloß Schönbrunn im Hinblick auf die Besucherfrequenz mit
Platz 2 halten. Knapp 900.000 Besucher im Jahr 2004 sprechen eine
klare Sprache für die Attraktivität der Region und die
Einmaligkeit des Bauwerkes. Motorräder stürmen die Alpenstraßen – Bikermaßnahmenwurden angenommenDie in den
letzten Jahren gesetzten Maßnahmen für Motorradfahrer haben ihre
Wirkung nicht verfehlt. Eine Steigerung von 18 % in den letzten
fünf Jahren zeigt dies sehr eindrucksvoll. 67.826 Motorräder waren
heuer im Sommer auf der Traumstraße der Alpen unterwegs, trotz
schlechter Wetterverhältnisse eine Steigerung um 4,5 %. Der
Bikers-Point, die motorradfreundlichen Rastplätze mit Infos und
kostenlosen Schließfächern für Helme und Kleidung und die
Investitionen in die Sicherheit für Motorradfahrer wurden bestens
angenommen. Auch auf der Nockalmstraße konnte ein leichtes Plus an
Motorradfahrern verzeichnet werden. Bei der Gerlos Alpenstraße
beläuft sich das Plus auf beachtliche 9 %. |







